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3OH!3
Es stimmt schon, der schmächtige Nat ist der spiddeligste Angeber im Biz. Und Sean ist auch nicht viel besser. Schaut euch doch mal an, in welchen Klamotten und mit welchem Augenzwinkern die durch das Video ihres Hits „Don’t Trust Me“ hüpfen. Das muss daran liegen, dass sie aus dem HipHop kommen, da sind solche Verbalgranaten ja an der Tagesordnung. Wir sind die Besten, heißt es da immer, und 3OH!3 sind schon ziemlich durchgeknallt. Aber hey, genau das macht es ja auch aus! In einem sind die Jungs nämlich wirklich die Größten, da macht ihnen niemand was vor, da sind sie die Slammer, die Slacker, die Slayer, die Pimp-Hustler- Hardcore-Motherf*cker: In der absolut ironischen Brechung des eigenen Images und des Bildes, dass man sich von Musikern im Allgemeinen und von Rappern im besonderen macht. Schließlich hat Nathaniel Motte summa cum laude graduiert und studiert Medizin, während Sean Foreman (neben dem Titel eines Frisbee-Weltmeisters) seinen Abschluss in Englisch und Mathe hat. Vor allem aber haben die beiden in Fun promoviert. Auf bislang drei Platten – die dritte, „Streets of Gold“, erscheint diesen Monat – haben 3OH!3 bewiesen, dass Hirn und Hoden durchaus zusammengehören können, und haben es mit ihrer Musik sogar auf den Soundtrack von Tim Burtons „Alice in Wonderland“-Verfilmung und zur Nominierung bei den MTV Video Music Awards 2009 als Best New Artist gebracht. Wo sie übrigens von Lady Gaga geschlagen wurden, ein Fakt, über den die beiden wahrscheinlich Tränen gelacht haben. Alles in allem: Ganz schön gut für zwei Jungs in Boulder, Colorado, die die Telefonvorwahl ihrer Stadt zu ihrem Bandnamen machten und heute reichlich Lärm machen. Wenn jemand wirklich wissen will, was Crunk ist, wie sich Elektro anhört, wenn er mit HipHop kopuliert und wer das amerikanische Pendant zu Deichkind ist, der sollte sich 3OH!3 anhören. Oder noch besser: ansehen.
präsentiert von: Piranha, Triggerfish, restorm.com |
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